Tut Burnout‘ lern gut! Teil 2 – Bewegung

Allgemeine Anspannung – Auswege suchen

Wer kennt und fühlt diese drei Schlagworte nicht, die das Leben und die Menschen in den Industrienationen fast tagtäglich beherrschen und prägen? Anspannung, Druck und Stress. Egal, ob auf der Arbeit oder im Privatleben – scheinbar wird es immer schwieriger, dem äußeren Druck zu entfliehen. Die Außenreize werden fühlbar immer mehr und die Zeit schnelllebiger. Hier findet nur heraus, wer einen Weg daraus sucht, um ihn letztlich auch zu finden.

Nun wissen wir alle das der Kreislauf – gesunder Schlaf — gesundes Essen — gesunde Bewegung — gesunde Entspannung – wichtig ist, um gesund, konzentriert, bei sich selbst zu bleiben und in Frieden zu leben. Dran halten tun sich offensichtlich immer weniger. Nehmen die 4 Punkte schon einen großen Stellenwert im Leben ein, muss dieser auch gepflegt und gehegt werden. Wir möchten es aber einfach und schnell. Sind wir jung, regeneriert unser Körper schneller und wir neigen dazu Stress erst garnicht wirklich wahrzunehmen. Kommt man dann in das sogenannte Stressalter (35 -55 Jahre) sieht es schon ganz anders aus. Man merkt schon mehr was einen belastet und was nicht.

Ursprünglich ist Stress ein Schutzmechanismus des Lebens auf äußere und bedrohliche Reize. Ein angreifender Bär beispielsweise stellte für unsere Vorfahren eine Bedrohung dar, bei derr es galt entweder zu kämpfen oder zu fliehen. Beide Reaktionsmuster benötigen die Mobilisierung aller körperlichen und geistigen Reserven. Durch die Ausschüttung hilfreicher Stresshormone wird dies dann in Gang gesetzt. Das Gehirn und Nervensystem laufen auf Hochtouren, die Muskeln werden angespannt, der Atem wird flacher und das Herz schlägt schneller. Heute kann man den Bär mit dem vom Budget- und Leistungsdruck auch personifiziert als Vorgesetzte und Kollegen, die Druck ausüben, vergleichen. Selbst das schreiende Kind, Stopp und Go sowie hupende Autos oder auch die Flut medialer Reize lösen Stress im menschlichen Körper aus. Die reaktion selbst ist gut und gesund, solange das Stressniveau Minuten später wieder heruntergefahren wird, nachdem die notwendige Reaktion erbracht wurde.

Das sieht aber heutzutage ganz anders aus. Die Anspannung und der Druck sind an der Tagesordnung und Entspannungsphasen die Ausnahmen. Den wenigsten Menschen wird die Kaskade des Stresses noch bewusst, weil physische und psychische Anspannung in der Welt von heute inzwischen schon die Regel zu sein scheint. Selbst in der Freizeit steigt der Anspruch, stets aktiv und up to date zu sein. Nach einem stressigen Tag auf der Arbeit, kommt es nicht selten vor, das der Körper meist noch mehr unter Druck gesetzt wird, in dem er im Sport aktiv sein muss. Der muss doch irgendwie noch matter und müder zu kriegen sein oder der Verstand wird durch TV oder andere Medien berieselt. Solange bis die Sinne nichts mehr aufnehmen können. Der Nachtschlaf wäre jetzt die einzige Möglichkeit des Menschen für Regeneration und verläuft doch unruhig, weil der Kopf voll ist mit den Bildern des Tages (aber dazu kommen wir dann, Teil 3)

 

Wie oft bekomme ich von Klienten zu hören: Sport ist Mord!

Vorwiegend sind es natürlich die Bewegungsmuffel, die sowas äußern. Seien wir ehrlich, unsere Bequemlichkeit heutzutage soll entstressen, wie Auto fahren, sitzen am Schreibtisch, am Computer, beim Fernsehen. Wir benutzen Rolltreppen und Fahrstühle oder nimmst mich das kurze Stück mit, dann brauch ich nicht zu laufen. Gerade das ist der fehlende bewgliche Ausgleich zu unserem Stress. Laufen kräftigt unser Herz, die schlechten Blutfette sinken und der Blutdruck normalisiert sich. Das Gehirn wird besser durchblutet, das Immunsystem wird gestärkt, Muskel gekräftigt (die auch gut beim Abnehmen helfen), die Lunge wird kräftiger, Die Mitochondrien in den Zellen werden stärker und vermehren sich (wodurch Sie sogar im Ruhezustand mehr Fett verbrennen), er verzögert den Alterungsprozess. Laufen entspannt das Gehirn, baut Stresshormone ab und lässt Sie besser schlafen.

 

Nicht nur Sport ist Bewegung

Gehen Sie öfter mal zu Fuss, wenn die Konzentration nachlässt – stehen Sie auf und gehen ein wenig umher. Gehen Sie in der Mittagspause nach dem Essen eine kleine Runde spazieren oder Am Abend. Fahren Sie mal mit dem Fahrrad. Lassen Sie, wenn es ihr Arzt ihnen nicht ausdrücklich verbietet, Fahrstühle und Rolltreppen links liegen. Wenn sie gerne tanzen, dann bewegen Sie sich zuhause zu ihrer Lieblingsmusik. Spaß muss sein! Der eine geht gerne ins Schwimmbad, ins Fitnessstudio oder doch lieber auf dem Heimtrainer zuhause. Joggen, Walken oder Inlinern machen dem einen oder anderen auch Spaß. Yoga, Pilates und wie sie alle nicht heißen. Vielleicht sollten Sie sich erinnern, was Sie früher gerne getan haben oder was Sie schon immer mal probieren wollten. Fangen Sie langsam an, aber schauen Sie für sich selbst welche Art von Bewegung es für Sie sein darf!

 

Motivationstipps:

  • Verabreden Sie sich mit anderen zum Spazieren oder Laufen, wenn Sie nicht alleine Lust dazu haben.
  • Belegen Sie Kurse, um in Gruppen regelmäßig mal etwas für die Bewegung zu tun.
  • Hüpfen Sie auf dem Trampolin, wenn Ihre Kinder mit drauf sind. Haben Sie Spaß.
  • Legen Sie Termine für mehr Bewegung fest, die Sie nach getaner Arbeit mit einem tollen Film oder einem Buch belohnen
  • Bedenken Sie das es gleichzeitig mit der Zeit ein paar Pfunde schmelzen lässt.
  • Verbinden Sie einen Spaziergang mit Achtsamkeitsübungen – wie lange schaffe ich es, mal nur zu geniessen, was mir im Alltag so begegnet und dabei nicht an Arbeit zu denken! Suchen Sie nach Blumen einer bestimmten Jahreszeit, achten Sie auf die Blattfärbung der Bäume, beobachten Sie Tiere jeglicher Art. Achten Sie auf Ihre Fußsohlen, auf Ihre Schritte oder auf Ihre Atmung. Suchen Sie sich was aus und bleiben Sie pro Spaziergang oder Bewegung dabei. Diese Form der Meditation lässt Sie neben der stresshomonabbauenden Bewegung gleichzeitig Ihren Geist zu Ruhe kommen.

Let’s go 😉

 

In diesem Sinne, seien Sie gut zu sich

Herzlichst

Ihre Marion Lenz

 

 

schlaf, fitness relaxen, gesundes essen

 

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