Nutze Dein Recht auf Bildungsurlaub

Was ist eigentlich Bildungsurlaub?

Bildungsurlaub beduetet bezahlte Freistellung von der Arbeit, um sich in anerkannten Veranstaltungen weiterzubilden. Dies ist im Niedersächsischen Bildungsurlaubsgesetz in der Fassung vom 25.01.1991, zuletzt geändert durch das Gesetz vom 17.12.1999, geregelt.

 

Welchen Zwecken dient Bildungsurlaub?

Er dient der politischen, beruflichen und allgemeinen Weiterbildung. Das Gesetz schließt Lehrgänge, die ausschließlich betrieblichen und dienstlichen Zwecken dienen, ausdrücklich aus!

 

Für wen gilt Bildungsurlaub?

Einen Rechtsanspruch auf Bildungsurlaub besitzen alle ArbeitnehmerInnen, Angestellte, Auszubildende, Personen in arbeitnehmerähnlichen Stellungen sowie Arbeitslose. Anspruchsberechtigt sind auch ArbeitnehmerInnen im Öffentlichen Dienst einschließlich der Beundesbediensteten, die in Niedersachsen tätig sind. Für BeamtInnen gilt das Freistellungsgesetz nicht. Für sie gibt es entsprechende Vorschriften in der Sonderurlaubsverordnung.

 

Wieviel Bildungsurlaub gibt es?

Der Anspruch der ArbeitnehmerInnen auf Bildungurlaub umfasst fünf Arbeitstage innerhalb des laufenden Kalenderjahres. Bei ArbeitnehmerInnen, die regelmäßig an mehr oder weniger als fünf Tagen wöchentlich arbeiten, ändert sich der Anspruch entsprechend. Nicht genutzter Bildungsurlaub des vorangegangenen Jahres kann gemeinsam mit oder oder getrennt von dem Bildungsurlaub des laufenden Kalenderjahres genommen werden. Bildungsurlaub aus dem vorletzten Kalenderjahr verfällt im laufenden Kalenderjahr. Der Anspruch kann erstmals nach sechsmonatigem Bestehen des Beschäftigungsverhältnisses geltend gemacht werden.

 

Welche Veranstaltungen können gebucht werden?

Wenn man nach dem Bildungsurlaubsgesetz Bildungsurlaub beantragt hat: Alle Veranstaltungen, die nach dem Gesetz anerkannt sind. Nicht anerkannte Seminare sind in diesem Projekt extra ausgewiesen.

 

Auswirkungen auf das Arbeitsverhältnis?

Keine! Das Gesetz betont ausdrücklich, das ArbeitnehmerInnen wegen der Inanspruchnahme von Bildungsurlaub nicht benachteiligt werden dürfen.

Bildungsurlaub wird ohne Minderung des Lohns bzw. des Gehalts gewährt und nicht auf den Erholungsurlaub angerechnet. Der Anspruch entfällt, wenn den ArbeitnehmerInnen für die Bildungsveranstaltung nach anderen Gesetzen, Tarifvertrag oder betrieblichen Vereinbarungen ein Freistellungsantrag zusteht. BetriebsrätInnen können zum Beispiel für eine Bildungsveranstaltung, die anerkannt ist nach § 37 (7) BetrVG, keinen Bildunganspruch in Anspruch nehmen.

 

 

Weitere Informationen und Beratung gibt es bei den betrieblichen Interessenvertretungen und allen Geschäftstellen von ARBEIT UND LEBEN Nds.

In meinem Veranstaltungskalender könnt Ihr Bildungsurlaub zum Thema – Stress und Burnout, Familienzeit – Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Work-Life-Balance – Vereinbarkeit von Leben und Arbeit sowie „Der richtige Umgang mit Zeit“ raussuchen!

Bei Arbeit und Leben findet Ihr weitere verschiedene Themen Bildungsurlaub unter www.aulwob.de. Macht von Eurem Recht Gebrauch!

 

In diesem Sinne

Herzlichst Eure Marion Lenz

daumen hoch im kopf

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