Leichtigkeit vs. Gewissensbisse

Was haben Charakereigenschaften und der Umgang damit ‚eigentlich‘ mit den Tugenden und den z.B. 7 Todsünden zu tun? Nimmt es Einfluss auf unsere Kommuniktionspsychologie? Oder sind es mehr die eigenen Empfindungen, die dazu führen etwas als richtig oder falsch zu reklementieren? Wonach richtet sich denn eine Sünde? Und was hat das mit Gewissensbisse zu tun? Hat dies am Ende was damit zu tun, dass wir uns selbst blockieren?

Tolle und schwerwiegende Charaktereigenschaften wiegen immer aus der Sichtweise des Gegenübers, ob er angenommen, gebilligt oder abgelehnt wird. Wir selbst erleben uns nicht unbedingt ganz als den Charakter, der uns gerne ausgestellt wird, oder? Wenn wir wissen, das wir die  Sünden mit Tugenden ersetzen sollten, und diese etwas mit Regeln zu tun haben, um untereinander zu bestehen, warum halten sich dann nicht alle daran? Was macht es denn so schwer, sich an Regeln zu halten und einen angenehmen Charakter zu haben und die Tugenden zu leben?

Befassen wir uns erst einmal mit den Todsünden, um zu beleuchten was damit überhaupt gemeint ist und beleuchten dabei, ob es sich um Wissens- oder Willensmangel handelt. Also wie heißen denn die 7 Todsünden und welche davon werden dabei oft mit vollem Bewusstsein und bedachter Zustimmung begangen?

Superbia, Avaritia, Luxuria, Ira, Gula, Invidia, Acedia. << Können Sie damit was anfangen? Ne? Ist auch nicht gleich ersichtlich, welche Hauptlaster, sich genau hinter den Begriffen verbergen 😉

– Superbia, steht für: Hochmut (Eitelkeit, Stolz, Übermut)
– Avaritia = Geiz (Habgier)
– Luxuria = Wollust (Ausschweifung, Genusssucht, Begehren)
– Ira = Zorn (Wut, Rachsucht)
– Gula = Völlerei (Gefräßigkeit, Maßlosigkeit, Selbstsucht)
– Invidia = Neid (Eifersucht, Missgunst)
– Acedia = Faulheit (Feigheit, Ignoranz, Trägheit des Herzens)

Mahatma Gandhi hat die sieben Todsünden der modernen Welt wie folgt definiert:

  • Reichtum ohne Arbeit
  • Genuss ohne Gewissen
  • Wissen ohne Charakter
  • Geschäft ohne Moral
  • Wissenschaft ohne Menschlichkeit
  • Religion ohne Opferbereitschaft
  • Politik ohne Prinzipien

Was können wir für uns daraus lernen?

Ich las vor kurzen irgendwo in einem Artikel: Gegen Hass, Neid und Stolz gebe es Medikamente. Anti-depressiva! Ich finde diese Verbindung erschreckend, etwas zu kaltschnäuzig und vorallem rein theoretisch. Ein Gegenüber sollte man fühlen, anstatt zu interpretieren. Vielmehr auch zeigen, was in einem vorgeht, als zu beurteilen.
Nach Marshall Rosenberg werden Emotionen und der Umang damit wie folgt beschrieben:

Auf der einen Seite sollte man ausdrücken, wie man selbst ist, ohne zu beschuldigen oder zu kritisieren. Auf der anderen Seite empathisch aufnehmen, wie man jemanden sieht, ohne zu beschuldigen oder Kritik zu hören.

BEOBACHTUNGEN (Erinnerungen und Vorstellungen, ohne zu bewerten)

„Wenn ich sehe, höre … „ – ODER – „Wenn du siehst / hörst …“ (aussprechen!)

GEFÜHLE (statt Gedanken, zu dem was man beobachtet)

„Ich fühle …“ – ODER – „Du fühlst …“ (aussprechen!)

BEDÜRFNISSE (statt Vorzug oder Begünstigung, in Beziehung zu dem was ich beobachte)

„… weil ich brauche / mir wichtig ist …“ – ODER – „… weil du brauchst / dir wichtig ist“ (aussprechen!)

BITTEN

Einerseits, klar um etwas bitten, das mein Leben bereichern würde, ohne zu fordern – Andererseits empathisch aufnehmen, was dein Leben bereichern würde, ohne irgendeine Forderung zu hören!

„Wärst Du bereit, zu …?“, „Und würdest du bitte …“ – ODER – „Würdest Du gern …?“

 

Wären das Maßnahmen, um die oberen Verhaltensweisen in irgendeiner Form einzudämmen?

Was steht dem den entgegen?

EGO                                                     SEELE

Ich                                                                                                   Wir

Trennung                                                                                     Einheit

Schuldzuweisung                                                                      Verständnis

Feindseligkeit                                                                             Freundlichkeit

Missgunst                                                                                     Vergebung

Stolz                                                                                                Liebe

Beschwerde                                                                                 Dankbarkeit

Eifersucht                                                                                     Mitfreude

Ärger                                                                                              Glück

Macht                                                                                             Bescheidenheit

Materialismus                                                                             Spiritualität

Wahnsinn                                                                                     Weisheit

Krieg                                                                                               Frieden

Gefühlslosigkeit                                                                         Sympathie

Vergangenheit/Zukunft                                                         Jetzt

Intoleranz                                                                                    Toleranz

Selbssucht                                                                                   Gemeingefühl

Egoismus                                                                                      Altruismus

Selbstverleugnung                                                                   Selbstakzeptanz

Soziale Interoleranz                                                                Soziale Akzeptanz

Sprunghaftigkeit                                                                      Einfachheit/Sein

 

Garnicht so einfach immer ganz bei sich selbst zu bleiben. Emotionale Belastungen bereiten in unserem Körper einen Cocktail, der unsere Gefühle mit Unkonzentriertheit und aus der Mitte zu schubsen, echt aus der Vogelperspektive betrachtet, kein Vergnügen bereitet. So im Nachgang, wie bei einem guten Wein betrachtet. Nur sehen wir diese Augenblicke nicht immer differenziert genug, wenn wir mitten drin stecken.Wir spüren nur das etwas nicht in Ordnung ist.

 

Meditation und Hypnose sind eine tolle Lösung!

 

Evolution

 

Alles Handeln, das andere Menschen betrifft, wird begleitet von einem Gefühl der Schuld und Unschuld. Dieses Gefühl, ob unser Handeln der Beziehung nun nutzt oder schadet, übermittelt uns unser Gewissen. Ähnlich zu sehen wie bei einem Gleichgewichtssinn, der uns auch mal aus einer Balance bringen kann. Das Gewissen ist unserem Wollen stark überlegen und reagiert reflexartig, wenn wir uns zu weit von uns selbst entfernt haben oder unsere Zugehörigkeit zu etwas oder jemanden ins wanken gekommen ist.

Zu unserem guten Gewissen gehört eine gute Bindung, ein guter Ausgleich und die Ordnung. Wobei diese drei Punkte auch als eine Art Trieb, wie schon erwähnt ein Reflex oder auch ein Bedürfnis dargestellt wird, der unseren bewussten Willen bspw. auch in der Familie mit einbezieht.

Dieser Druck innerhalb der Person lässt eine leichtigkeit sinken, wenn diese  drei Beziehungen nicht mehr im Gleichgewicht sind. Von Leichtigkeit ist dann keine Spur mehr.

In einer Bindung erleben wir die Unschuld als ein Gefühl von Zugehörigkeit. Die Schuld erleben wir mit einem Gefühl der Ausgeschlossenheit.

Im Ausgleich von Geben und Nehmen wird die Unschuld als eben die Leichtigkeit und ohne Verpflichtung angesehen. Die Verpflichtung wird oft als Schuld empfunden.

In der Ordnung wird sie jedoch unterschiedlich erlebt. Die dazugehörigen Regeln werden in der Schuld als Übertretung oder als Furcht vor einer Strafe wahrgenommen. In der Unschuld würde sich diese als Treue und Gewissenhaftigkeit ausdrücken.

 

Gewissenskonflikte aufzulösen und eine Leichtigkeit zu leben, bedeutet sich klar zu machen, das ein gesundes Gruppengewissen auch anders erfüllt werden kann. Dazu gehört nicht ein blindes  Nachfolgen oder zu Sühnen. Ausgeschlossene erhalten von mir beispielsweise den Platz und die Bedeutung die Ihnen zusteht. Ich gebe ihnen das Selbstbewusstsein und die Liebe entgegen, die sie verdienen und um sie zu würdigen. Die Schuld lässt man bei dem, dem sie gehört. Dies alles gelingt in Demut und Liebe, wenn man sich seiner eigenen Bedürfnisse bewusst ist.

 

Erhöhen Sie Ihr Selbstbewusstsein. Kommen Sie zu mir und wir arbeiten daran. Ich freue mich auf Sie 🙂

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